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Bürgerversicherung
In den letzten Jahren wurden im Rahmen der Umgestaltungsmöglichkeiten in der gesetzlichen Krankenversicherung verschiedene Vorschläge unterbreitet. Dabei viel auch der Begriff Bürgerversicherung, oder Volksversicherung.
Die Idee, die der Bürgerversicherung zugrund liegt, ist dabei dass alle Bürger – unabhängig von ihrem Einkommen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) in die Finanzierung der Gesundheitsversorgung einbezogen werden.
Das Ziel wäre es dabei die Einnahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung zu verbessern. Weitere Leistungskürzungen sollen damit verzögert werden. Darüber hinaus soll über dieses System mehr Gerechtigkeit innerhalb des gesamten auf Solidarität ausgerichteten Systems der Gesetzlichen Krankenversicherung entstehen. Hierfür liegen zwei Konzepte vor:
Zum einen die so genannte „Solidarische Bürgerversicherung“, bei der alle Bürger einen bestimmten Prozentsatz aus der Summe ihrer gesamten Einkünfte (Arbeitsentgelt, sowie Kapitalerträge, aber auch Mieteinnahmen und Zuschüsse und Einnahmen) bis zur Beitragsbemessungsgrenze in die Bürgerversicherung einzahlen.
Dieses Konzept wird jedoch nur von einem Teil der im Bundestag vertretenen Parteien befürwortet.
Das zweite Konzept für die Bürgerversicherung ist die so genannte Kopfpauschale, oder wie man sie auch noch nennt: Kopfprämie oder Bürgerprämie. Es handelt sich dabei um einen festen Betrag, den jeder Bürger – unabhängig von der Höhe seines Einkommens – in den Topf der Bürgerversicherung einzahlen soll. Für Geringverdiener soll der Betrag dabei aus Steuermitteln finanziert werden. Die Beiträge für Kinder sollen dabei ebenfalls aus Steuermitteln finanziert werden. Betroffen von dieser „Kopfpauschale“ sollen allerdings nur die gesetzlich Krankenversicherten sein. Selbstständige, Besserverdienende und Beamte, sollen davon nicht direkt betroffen sein. Sie sollen jedoch den Solidarausgleich, sprich die kostenlose Mitversicherung der Kinder, sowie die Unterstützung der Einkommensschwachen, über die Einkommenssteuer mitfinanzieren.
Überall dies bestehen jedoch noch sehr viele Streifragen, so dass es bisher zur Einführung der Bürgerversicherung noch nicht gekommen ist.
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